Was tun bei chronischer Bauchwassersucht?

    • Was tun bei chronischer Bauchwassersucht?

      Hallo liebe Goldfischfreunde,

      Leider hat ein Ausfall unserer Heizung zu einem Temperaturabfall unter 17°C im AQ zum Ausbrechen der gefürchteten chronischen Bauchwassersucht geführt.

      Pickes ist an ihr schon zugrunde gegangen. Nun kämpfe ich um das Überleben meines geliebten Eckbertchens.

      Wie kann ich meinen Fischen helfen?

      Meine bisherige Therapie: hochdosierte Vitamine, 50% Wasserechsel alle 10 Tage, 3 x am Tag Vitaminfutter und erstmalige Behandlung Esha2000 (weil es angeblich gegen Bakterien und Hauterkrankungen hilft).

      Eckbert sitzt vorwiegend am Boden und hat wiederkehrend blutunterlaufene Stellen unten am Bauch, wo die Bauchflossen entspringen, die Blutung kann bis in die Flossenstrahlen gehen. Jetzt keine blutigen oder offenen Stellen.

      Heizung läuft wieder konstant auf 23°C.

      Eckbert frißt (noch!) ist aber träge und "hechelt" nach jeder Anstrengung. Kot manchmal milchig und fädig. Aber auch dunkel und normal (Wurst).

      Wenn ihr mir Tipps geben könnt, wäre ich euch sehr dankbar.
      Ich bin sehr niedergeschlagen, ich fühle mich total hilflos und muss mit ansehen, wie mein Liebling kämpft.
      Er hat noch etwas Kraft im Körper, ich habe ihn vorsichtig untersucht, wegen der Stelle am Bauch. Und er reagiert auf Bewegungen.

      :weinen: :danke:
    • Hi!

      Ich kenne mich nicht mit Bauchwassersucht aus, aber Voogle von Easy Life ist neu auf dem Markt und hat wohl gute Kritiken, habe es selber grade (vorsichtig gesagt, da noch nicht abgeschlossen) erfolgreich angewendet! Ich schlage das jetzt aber nur vor, weil ich was von Esha gelesen habe und Voogle wohl auch sehr effektiv bei Dingen, die die Schleimhaut und/oder das Immunsystem angreifen, sein soll. Es wird als Alternative für ein Antibiotikum beschrieben. Ruft im Gegensatz zu Antibiotika übrigens keine Resistenzen hervor. Wenn das aber nichts hilft in deinem Fall dann tut es mir leid, wollte das nur so in den Raum geworfen haben.

      Noch als kleine Anmerkung, Wasserwechsel (gerade in diesem Fall!) alle 10 Tage erscheint mir für Goldfische etwas zu selten, ich hoffe du wechselst dann aber mehr als 50 Prozent? :wirklich:
      Ich persönlich habe bisher alle 5 Tage um die 80 Prozent des Wassers gewechselt, muss jetzt aber auf alle 7 Tage 90 umsteigen, da ich nur so meine Aufhärtungsmittel bei meinem sehr weichen Harnwasser richtig anwenden kann.

      Viel Glück! :upps:
    • Hallo ;)
      Ich rate dir zum Aufsalzen vom Wasser! Wir haben damals auf 5-6g/l aufgesalzen. Das hilft das Wasser aus der Bauchhöhle zu bekommen... Bauchwassersucht ist nur ein Symptom! Es muss nicht bakteriell sein, aber egal wie: Das Salt unterstützt in jedem Fall.
      Wir hatten jahrelang einen Teichfisch, der nach dem Winter Bauchwassersucht bekam, allein mit Salz und Quarantäne konnten wir ihm so noch für ca. 3-4 Jahre das Leben erleichtern, ehe sie gestorben ist.

      Es ist wichtig, dass du versuchst abzuchecken woher es kommt. Weil manchmal können Medikamente kontraproduktiv sein und geschädigte Organe noch mehr belasten.
      Ich drücke dir und Eckbert die Daumen.
      lg
      Lisa
    • Danke für eure lieben Tipps.
      Ich bin total traurig.
      Gestern nachmittag ist eine grawierende Verschlechterung eingetreten.
      Jetzt ist der Fisch wie halbseitig gelähmt. Ansammlung von Wasser kann ich so keine erkennen, ich finde ihn sogar schlanker als sonst.
      Vielleicht hat er noch ein anderes Problem.
      Ich werde ihn erlösen müssen.
      Es bricht mir das Herz, aber durch die hinzugekommene Lähmung sieht es jetzt so aus, als leide er. Er frisst auch kaum noch.

      Schnauf... :traurig: es ist mir noch nie so schwer gefallen, mich von einem Fisch zu verabschieden. Eckbert ist einfach mein Liebling.
      Den anderen beiden geht es sehr gut, sie sind munter, fressen, schwimmen normal, alles ok. Zum Glück.
      Pickes war sehr schnell nach dem Ausfall der Heizung gestorben, ihn hatte es noch schneller erwischt. Auch ihn vermisse ich sehr.
      Eckbert hat jetzt fast einen Monat noch durchgehalten.

      Noch zum Wasserwechsel: Ich "wechsle" entweder alle 7 oder 10 Tage. Es ist eher ein Erneuern, weil ich das AQ putze und den Filter. Wasserwerte sind top. Ich messe vorher und nachher. Man sagte mir schon beim Händler, dass solche Krankheiten oft schon beim Kauf unsichtbar in den Fischen "stecken".
    • Ich bin den Schritt gegangen mit klopfendem Herzen. Es ist mir sehr schwer gefallen.
      Er hat an seinem letzten Tag sichtbar gelitten. Ich konnte das nicht länger beobachten.
      Beim Rausfangen hat er eine kleine Bewegung gemacht, war aber sonst ruhig. Ich habe ihm gleich eins übergezogen, so dass der Schlag ihn betäubt. Dann kam der schwere Teil des Tötens, der mich bei Eckbert mehr Überwindung gekostet hat, der Schnitt durch das Rückrat.
      Ich schneide meinen Fischen meistens vollends den Kopf ab, weil ich einmal einen Fisch hatte, der noch eine Weile gezuckt hat.
      Wenn der Kopf voll abgetrennt ist, habe ich kein Zucken mehr beobachtet.

      Eckbert wurde im Garten beerdigt, leider ist der Boden gefroren, ich muss ihn eventuell noch einmal umbetten und tiefer beerdigen. Im Moment liegen schwere Steine auf der Stelle und etwas Laub auf der aufgehäuften Erde.

      Ich bin traurig. Er fehlt mir. Es ist nicht dasselbe ohne ihn und Pickes. :weinen:
      Meine beiden Rabauken...

      Den Mädels geht es gut. Das ist ein kleiner Trost.
      Ich habe einen Entschluss gefasst: erstmal möchte ich keine Hochzucht Schleierschwänze mehr. Nur noch "normale" Zuchtformen.
      Mit den normalen Goldfischen habe ich in der Vergangeheit bessere Erfahrungen gemacht. Da gab es kein Korken, keine Wehwechen...
      Es ist einfach etwas unkomplizierter mit den stinknormalen Goldies.

      Trotzdem Danke für eure Tipps und Anteilnahme.
    • Huhu Oskar,

      ich kann es gut nach empfinden, das können wir alle hier... :gesundheit:
      Es war die richtige Entscheidung, auch wenn es schwer fiel, Du hast seinem Leiden ein Ende gesetzt.
      Ihn aufgemacht, um zu sehen, was los war, hast du nicht? Ich brings ehrlich gesagt auch nie übers Herz, nehme mir das immer vor, wenn ich wieder diesen schlimmen Schritt gehen muss und dann schaff ich es wieder nicht :ochnoe:

      Hochzuchten sind einfach anderes, das stimmt, oft haben sie verkürzte Körper, sind auf Fülligkeit gezüchtet usw. das wirkt sich ja auch auf die Organe aus.

      Wir freuen uns mit Dir und für Dich auch über "normale" Goldfische :glubschie:
      LG Tina :freundlich:
    • Oha, dad hätte ich ja mal nicht gekonnt, allein das zu sehen wäre mir Unmöglich. Ich erlöse Fische ausschließlich mit Nelkenöl, vielleicht ist dir das das nächste mal (will man natürlich nicht hoffen!) leichter! Der Fisch wird dabei erst betäubt und dann vollends im Schlaf eingeschläfert, ohne dass er es merkt.

      Wie auch immer, tut mir sehr leid für dich, bei mir läuft es grade auch nicht ganz rund. :gesundheit:
    • Hallo Oskar,

      das ist tapfer von dir gewesen, Fische sollten nicht unnötig leiden.
      Deinen Kummer teilen sicher alle mit dir.
      Der Kopfschlag erfordert viel Überwindung, trotzdem, sollte sich jeder diese Technik ansehen, wie es richtig gemacht wird, denn man hat nicht immer ein Betäubungsmittel zur Verfügung.
      Ein folgender Genickschnitt am betäubten Fisch reicht in der Regel, den Fisch sicher zu töten,

      Kein erfreuliches Thema zum Jahresbeginn, aber muss besprochen werden. Deine Offenheit ehrt dich.

      Nach diesem Einstig wird es dann hoffentlich ein gutes 2017 für dich.
      Viele Grüße
      fancygoldi